Über PostgreSQL

PostgreSQL kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Wurzeln des Codes gehen dabei auf die Universität Berkeley zurück. PostgreSQL ist von Grund auf als objekt-relationales System konzipiert und stellt somit Funktionalitäten zur Verfügung, die über das relationale Paradigma hinausgehen.

Das POSTGRES Projekt wurde 1986 von Michael Stonenbraker gestartet und von mehreren Sponsoren wie der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), dem Army Research Office (ARO), der National Science Foundation (NSF) und von ESL Inc mit den entsprechenden finanziellen Mitteln ausgestattet. Das ursprüngliche System war bereits relativ komplex und verfügte über ein komplexes Rulesystem, auf dem auch das heutige Rule System noch basiert. 1987 und 1988 wurde das System schließlich vorgestellt. 1989 wurde das System erstmals für einige ausgewählte Benutzer zugänglich gemacht. Nach den ersten Releases war vor allem Postgres95 ein wahrer Meilenstein und hat große Verbreitung gefunden.

In der ursprünglichen Codebasis wurde SQL noch nicht unterstützt. Stattdessen wurde eine eigene Abfragesprache namens PostQuel bereitgestellt. Erst mit der Einführung von PostgreSQL 6 hat man sich entschieden, SQL als Ersatz für Quel einzubauen.

Seit PostgreSQL 6 haben zahlreiche weitere Features in den Core Einzug gefunden. Die Erweiterungen seit PostgreSQL 6 sind derart umfangreich, dass eine vollständige Auflistung aller neuen Features und Möglichkeiten dem Rahmen dieses Buches wohl um ein Vielfaches sprengen.

Immer wieder wird auch das Verhältnis zu Ingres angesprochen. Dabei ist zu vermerken, dass die heutige Codebase von Ingres absolut nichts mehr mit der von PostgreSQL zu tun hat. Ein Blick auf den Code zeigt, dass man wohl nur mehr im Detail Ähnlichkeiten erkennen kann.



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